Presse

20. Jan. 2017

Kabarett: Johannes Flöck bietet Lustiges zum Altern (m.f.G.Neue Westfälische 2016)

"Wenn ich König der Alten wär"
Leopoldshöhe. Die Jüngeren laufen zwar schneller - die Älteren kennen aber eine Abkürzung. Sarkastisch, kalauernd und Optimismus verbreitend erheitert der
Kabarettist Johannes Flöck am Freitag die mehr als 300 zumeist älteren Besucher in der Aula der Felix-Fechenbach-Gesamtschule.


"Neues vom Altern" bietet der Kölner, der inzwischen "alle Entscheidungen dem Smartphone" überlässt. Es erinnert sich und ihn an alles und dass es dabei Daten sammelt, ist ein fairer Preis, findet der 48-Jährige, der nicht nur seine Mimik gekonnt einsetzt, sondern auch erläutert. "Wenn mein Gedächtnis noch schwächer wird, kann ich meine eigene Überraschungsparty planen".
Eigentlich ist er ja Best Ager. "Für meine Eltern noch jung, für die Nichte halbtot", kommentiert er dieses Alter, das wie vieles relativ ist. Als Onkel Johannes der jugendlichen Nichte auf Nachfrage berichtet, dass er gerne "Pink Floyd" hört, meint diese: "Oh, cool, den Nachnamen von Pink kannte ich gar nicht".
Gerne gibt Flöck, der sich mit den Jahren vom Schürzen- zum Schnäppchenjäger entwickelt hat, auch den Lebensberater. Wer das Licht dimmt, findet seinen Partner immer noch schön, erklärt er und rät, die Männer sollten ihrer Frau täglich Komplimente machen. Oder sie mit einem Strip mitten in der Woche überraschen, lautet der Tipp des charmanten Unterhalters, der gleich vormacht, wie dieser aussehen
könnte, allerdings voll bekleidet.
Männer sterben früher, aber das erhöht die Aussichten der übrigen, im Alter umschwärmt zu werden. "Wenn ich 70 bin, kommen auf mich fünf Frauen, das ist gut", meint Flöck grinsend und ergänzt: "Nur der Zeitpunkt ist schlecht." Frauen haben
ja sowieso viel mehr Phantasie, als Männer, davon ist der Kabarettist überzeugt. "Sonst würden sie uns nicht heiraten."
Vom Schürzen- zum Schnäppchenjäger
"Wenn ich König der Alten wär", singt das ganze Publikum Flöcks umgedichtetes Lied vom "König von Deutschland" mit und trägt "Hey, Ho" bei zum Rap des selbsternannten "Hip-Hop-Opas".
Es gibt viel Applaus für den smarten und sympathischen Künstler, der sich gegen den
Trend zur Selbstoptimierung ausspricht und dagegen hält mit "Indoor-Couching". Seine Talente entfalte er weniger in Aktion, sondern beim Liegen und Schlafen, meint Flöck schmunzelnd und gibt seinem Publikum ein Geheimrezept mit auf den Weg: "Wenn man Grano-Vita mit Wodka trinkt, singt man wie Udo Lindenberg."
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