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08. Mar. 2010

Johannes Flöck gewinnt COMY 2009: Da blieb kein Auge trocken

Gummersbach - Nach zwei Vorrunden im Bruno Goller-Haus setzte sich beim
gestrigen Finale im Stadttheater der Stand-up Comedian Johannes Flöck gegen
drei Konkurrenten durch


Die besten fu?nf Comedians der Vorentscheidungen präsentierten sich gestern beim
Finale des ,,COMY 2009". Das Publikum und die Jury - Martin Kuchejda, Volker
Dick, Klaus Weyers - wurden vor eine schwere Entscheidung gestellt. Als Erster
wagte sich Michael Steinke auf die Bu?hne. Das Häufchen Elend hatte es schon
nicht leicht in seinem Leben. Von seinen Eltern als Vorläufer der Fernbedienung
ausgenutzt: ,,Die ersten fu?nf Jahre meines Lebens dachte ich, mein Name sei -
Schalt mal um". Von seiner Frau zum Sport getrieben: ,,Wenn Schwimmen gut fu?r
die Figur sein soll, was machen dann Blauwale falsch?" Missverstanden und
verständnislos ließ er das Publikum vor Lachen kaum Luft holen. ,,Was kann man
schon in der heutigen Zeit erwarten. Wenn Joghurt mehr Kultur hat als sein
Käufer?"
[Volk & Knecht bei ihrem Comedy-Act]
Von Selbstironie durchwachsen war Johannes
Flöcks Programm. ,,Optisch gesehen hätte ich
mehr in einen Dritte Welt Laden gepasst",
erzählte der Ku?nstler u?ber seine Kindheit als
Metzgersohn. ,,Ich habe nicht immer gelispelt,
fru?her habe ich auch gespuckt", nahm sich
Flöck selbst auf die Schippe. ,,Keine von
meinen Freundinnen hatte ein - s - im
Namen, ich bin ja nicht blöd. Waltraud,
Kunigunde ... und da war der Name noch das
Schönste daran." Spätestens als Flöck
begann, u?ber seine Midlife-Erfahrungen zu
berichten, blieb kein Auge im Publikum mehr
vor Lachen trocken. ,,So, ich bin vierzig
geworden. Ab jetzt gehen - Happy - und -
Birthday - getrennte Wege... Ich verspu?rte
letztens einen Zug im Nacken und musste mit
Erschrecken feststellen, dass man in meinem
Alter allein durch Luft verletzt werden kann".
Moderator Manuel Lubina bat als nächstes Sia
Korthaus auf die Bu?hne. Fu?r nur 3,80 EUR - pro angefangene Sekunde - las sie als
Medium einer Witwe die Zukunft aus einem Glas Kölsch vor. Sehr bildlich beschrieb
sie im Anschluss ihre Erlebnisse auf öffentlichen Toiletten. ,,Kennen Sie das: Man
sucht stundenlang nach dem Anfang der Klopapierrolle. Und wenn man ihn dann
endlich gefunden hat, ist die Rolle im Verhältnis zur Du?nnheit des Papiers so
schwer, dass man nur ein Blättchen abgerissen bekommt?" In die Rolle eines
Dingsda-Kindes geschlu?pft, erklärte Korthaus die Tigerentenkoalition: ,,Es gibt
schwarze, gelbe, gru?ne, und rote Pu?ppchen. Braune gibt es auch, aber die du?rfen
nicht mitspielen. Diese Pu?ppchen treffen sich in einem Haus mit so einer Glocke
oben drauf. Meine Mama hat auch so eine Glocke, die tut sie immer u?ber den Käse,
damit er nicht so stinkt." Ein Lachkrampf folgte dem Nächsten.
[Michael Steinke u?berzeugte auch mit seiner
Gesangseinlage]
Auch das Duo Volk & Knecht traf den Humor
des Publikums. ,,Völkis Lovers haben eine
Halbwertszeit von weniger als 14 Tagen",
scherzte Knecht, ,,was war denn jetzt wieder
mit deinem Letzten?" Volk antwortete: ,,Da war
die Sache mit den Bildern, die ich von ,,ihm"
gemacht habe, als er schlief. Er hat doch bald
Geburtstag...wegen Einladungskarten und so."
Auch die Männer im Publikum wurden von den
beiden Damen nicht verschont. ,,Heute u?bst du
mal, wie man Männern Komplimente macht.
Was ist zum Beispiel mit dem Herrn im
orangenen Pullover", forderte Knecht ihre
Comedy-Partnerin auf. ,,Tut mir leid Ralph,
aber etwas Geschmackloseres habe ich in
meinem Leben noch nicht gesehen",
entschuldigte sich Volk. Es ging weiter zum
nächsten Herrn. ,,Oh, da muss ich mich wohl
bei Ralph entschuldigen", folgerte Knecht
entsetzt. Letztendlich u?berzeugte Johannes
Flöcks Auftritt die meisten Zuhörer. So lispelte
sich der Ku?nstler zu Ruhm, 400 EUR und einer
Solo Show im Bruno Goller-Haus in 2010.
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