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18. Aug. 2015

200 Zuschauer bei Comedian Johannes Flöck --- Neue Westfälische

Schon bei der letzten genialen Night-Wash-Show vor einigen Wochen im Zweischlingen hatte Johannes Flöck eine hervorragende Visitenkarte als Moderator abgegeben. Diesmal ist der gleichermaßen bekannte und beliebte Kabarettist mit seinem aktuellen Soloprogramm "Neues vom Altern" an der Osnabrücker Straße zu Gast. Das Programm hätte diesmal auch "Kabarett trifft auf Sauna" heißen können. Mehr als 200 Zuschauer wollen Johannes Flöck live auf der Bühne erleben - einige mussten von Tom Kummerfeldt (Newtone) sogar wieder nach Hause geschickt werden - und drängen bei Höchsttemperaturen in den Saal. Lediglich der obligatorische Aufguss fehlt am Ende.

Für Stimmung auf dem Siedepunkt sorgt der Künstler aber persönlich. Während es in der ersten Hälfte des Programmes noch relativ handzahm zugeht, werden im zweiten Teil die Wahrheiten übers Altern gnadenlos von Johannes Flöck aufgedeckt und immer wieder mit lautstarkem Applaus belohnt. "Onkel Johannes, was hörst du eigentlich für Musik?", wird der Künstler von seiner jugendlichen Nichte gefragt. "Pink Floyd", lautet die kurze Antwort. "Oh, den Nachnamen von Pink wusste ich gar nicht", kommt die verblüffte Antwort der 14-Jährigen.

"Früher wurde ich nach meinen Shows gefragt, wie lange machen Sie das schon, Herr Flöck? Heute fragen mich die Leute, wie lange machen Sie das noch?", plaudert der Kabarettist locker über seine Erfahrungen: So ändere sich die Perspektive, wenn das Altern beginnt. Aber nicht alles ist dann schlecht: "Wenn ich 70 bin, kommen statistisch gesehen fünf Frauen auf einen Mann. Das hab' ich in der Apotheken-Rundschau gelesen. Das ist sehr gut - leider der falsche Zeitpunkt." Die "Rentner-Bravo" taucht als Running-Gag immer wieder auf, Flöck erklärt so haarklein die Sachverhalte beim Älterwerden.
Die Jüngeren laufen zwar schneller - die Älteren kennen aber eine Abkürzung, ist eine weitere Erkenntnis des Abends. Manche Dinge lassen im Alter aber doch gewaltig nach, stellt der Künstler aus Köln leicht frustriert fest, "wenn mein Gedächtnis noch schwächer wird, kann ich meine eigene Überraschungsparty planen".
Es gibt viel Applaus für den smarten und sehr sympathischen Künstler, der noch von Kindheitstalenten zehrt. "Ich kann gut liegen - und schlafen", erklärt Flöck, "im Kindergarten war ich bereits beim Schlafen in der Gruppe der Hochbegabten." Zuschauer wie die Bielefelder Paare Heike und Frank sowie Ute und Martin, fühlen sich bestens unterhalten und gehen mit breitem Lachen im Gesicht nach Hause.

von Henning Tonn
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